Part 12 Kamerun

Wer die Grenze Nigeria-Kamerun bei Ikom überquert, weiß dass er die nächsten 300km durch das westliche Gebiet Kameruns (Ambazonien) in einem Militärkonvoi zu Küste zurücklegen muss. Hintergrund ist eine bewaffnete Auseinandersetzung zwischen anglophonen Separatisten und der frankophonen Regierung. 

Kamerun empfängt uns mit atemberaubender Natur, der Dschungel kommt bis an den Straßenrand von weitem ist der Mount Cameroon zu sehen der uns die nächsten Tage begleitet. 

Unsere erste Nacht in Kamerun verbringen wir in einem Hotel. Die Ansage des Portiers ist unmissverständlich: Hier wird englisch gesprochen und die Regierung ist schlecht.

Kamerun wird vom 93-jährigen Paul Biya geführt, der seit 1982 im Amt ist. Er ist der weltweit älteste amtierende Staatschef.

Wir verlassen den anglophonen Teil Kameruns Richtung Douala. Dort erfahren wir von heftigen Unruhen nach der letzten Prösidentenwahl im Oktober 2025.

Paul Biya ist allgegenwärtig, überall sind Plakate mit einem deutlich jünger wirkenden Präsidenten zu sehen, wir passieren sogar ein Paul Biya Monument. 

Kamerun fasziniert uns mit einer wunderschönen Natur und Dschungellandschaft, gut ausgebauten Straßen, selbst in abgelegenen Regionen gibt es oftmals Strom, Wasser, Internetabdeckung. Die Infrastruktur scheint gut ausgebaut zu sein. 

Die Menschen hier sind interessiert, hilfsbereit und sehr aufgeschlossen aber auch etwas reservierter als in anderen afrikanischen Ländern. Für uns sehr angenehm auch in kleinen Dörfern herumgehen zu können, ohne dass sich gleich eine große Menschentraube um uns herum ansammelt. 

Aber trotzdem wirken viele Locals nicht zufrieden mit ihren Lebensumständen, möchten raus.

Die äußere Wahrnehmung scheint irgendwie nicht mit den Vorstellungen und dem Lebensgefühl vieler Menschen hier zusammenzupassen. 

Der Papst hat im April 2026 Kamerun besucht.

Motto des Besuchs: „Alle sollen eins sein“

Vermutlich hatte er Gründe für dieses Motto in Kamerun.

Für uns als Overlander, die vieles nur von außen sehen, und nicht in den Lebensalltag der Menschen hier abtauchen können, war Kamerun ein schönes Reiseland.