Unsere Erfahrungen

Grenzabfertigung bei Einreise:

dauert!
Bei der Ausreise aus Marokko wird das Fahrzeug geröntgt, die Pässe ausgestempelt. Ein Hin- und Her zu diversen Fenstern, aber alles läuft korrekt.

Einreise Mauretanien ist etwas verwirrend, Fixer drängen sich auf, aber es geht auch ohne.
SIM-Karten werden hier zu deutlich überhöhten Preisen angeboten, wir haben diese in Nouadhibou besorgt, und dort auch die obligatorische Autoversicherung abgeschlossen.

Preise (was uns gerade einfällt):
1 l Diesel, ca. 1,10 € (teilweise schlechte Qualität, in kleineren Orten oft gar nicht erhältlich - Tankstellen geschlossen, Benzin nur in Großstädten entlang der Hauptrouten, teilweise aus Plastikflaschen)
Campingplatz zwischen 6 und 11 €
kleines Stangenbrot 0,20 €
Holzofenpizza (nur in Nouakchott erhältlich) ab 6 €
frisches Obst und Gemüse im Süden so gut wie nicht erhältlich
in den Geschäften meist keine Preise an den Waren, diese werden an der Kasse gefühlt geschätzt - wahrscheinlich für Touris höher als für Locals

Trinkwasser
 steht nicht überall zur Verfügung
Wassertankfüllungen auf Campingplätzen teilweise nur gegen Bezahlung

Alkohol
gibt es nicht! Mauretanien ist eine islamische Republik.
allgemeine Kleidungs-, Anstands- und Umgangsregeln sollten selbstverständlich sein und beachtet werden.

Fiches
braucht man unzählige!
Kontrollen laufen jedoch stets korrekt ab, alle Polizeibeamten waren freundlich, gelegentlich zu Small-Talk aufgelegt

Internet
über die SIM-Karten gut abgedeckt
in der Wüste meist kein Netz
SIM-Karten schwierig zu erhalten - in offiziellen Shops und/oder auf dem Schwarzmarkt (unser Beispiel: Mauritel: 20 GB ca. 12 € + ca 3 € für die Karte)
WiFi auch auf Campingplätzen eher selten verfügbar

Kinder
betteln bei kurzen Stopps häufig nach Stylos und Cadeaus - damit muss man umgehen lernen
auch versuchen sie oft, auf die Stoßstange des fahrenden Autos aufzuspringen

Geld
Es steht in allen Reiseführern (sofern man welche findet):
Manche Verkäufer teilen die Preise noch nach dem alten Umrechnungskurs mit - also genau 10mal so hoch.
Bsp: alt: 2100 MRU = neu: 220 MRU
Uns ist das nur einmal passiert - am letzten Tag hier - darum haben wir es nicht sofort erkannt.


Zusammenfassung:

Afrika 2026

Part two-Mauretanien

Fakten: Mauretanien ist 3x so groß groß wie Deutschland, mehr als 50% der Fläche ist von Wüste bedeckt und gehört zu den ärmsten Ländern der Welt. Mauretanien hat ca. 4 Mio. Einwohner wovon ca. 1 Mio. im Umkreis der Hauptstadt wohnt. Fließendes Trinkwasser steht selten zur Verfügung, es besteht für Kinder Schulpflicht.

Mauretanien ist sicherlich kein klassisches Urlaubs-sondern ein Reiseland. 

Mauretanien kann hart sein-zu den Bewohnern genauso wie zu den Besuchern.

Mauretanien muss man sich erarbeiten und erschließen, der Besucher der nach ein paar Wochen weiterreist bleibt trotzdem irgendwie ein Fremdkörper.

Le sable mange tout-der Sand frisst alles.

Die Wüste versucht sich hier ohne Kompromisse alles zurück zu holen. Neue Straßen sind innerhalb eines Tages wieder von Sand bedeckt, verlassene Dörfer versinken schnell in der Wüste.

Mauretanien und seine Bewohner führen einen permanenten Kampf gegen den allesbeherrschenden Wüstensand. Wer von außen auf das Land schaut und das Land be-oder verurteilt tut gut daran, dies nicht zu vergessen

Gleichzeitig war die Wüste aber auch für uns der faszinierendste Teil. Unzählige Farben und Formen begleiteten uns. Wer in der mauretanischen Wüste aufwacht, den klaren Sternenhimmel sieht und die absolute Stille hört. Wer sich bewusst wird, dass dann die nächste größere bewohnte Siedlung ca. 100km entfernt ist, hat das Gefühl angekommen zu sein.

Wir waren beide fasziniert von der unendlichen Wüste. 

Für Kerstin war die Rückkehr in gespurtes und bewohntes Gelände jedesmal mit einer gewissen Erleichterung verbunden, ich hätte noch Tage in der Wüste verbringen können.

Le Sabble mange tout. Vielleicht auch eine Mahnung um nicht leichtfertig zu werden. 

Gibt es eine nächste Tour? Wer weiß? Um weiter vorzudringen evtl. sogar mit mehreren Fahrzeugen? 

Ein Teil Mauretaniens blieb uns verborgen. Den harten Alltag vieler Mauren können wir nur erahnen. Wir fühlten uns aber überall willkommen und absolut sicher, auch in abgelegenen Gebieten oder als einzige Europäer in einem Souk. 

Wir fahren weiter Richtung Süden und sind sehr gespannt,  was uns in Senegal erwartet.