Am 01.01.2026 werden wir unsere große Reise antreten. Von unserem zu Hause geht es in unserem eigenen Fahrzeug zunächst nach Genua, und von dort mit der Fähre nach Tanger - Marokko. Wir werden die afrikanische Westküste entlang nach Süden fahren.
Wir freuen uns riesig und werden euch hier regelmäßig auf dem Laufenden halten.
Viel Spaß beim Mit-reisen!
Angekommen!
So, zumindest eine kurze Zwischeninformation - leider noch ohne Fotos - die Internet-Verbindung gibt das derzeit nicht her.
Kurze Zusammenfassung:
Wir sind am Neujahrstag in Lauf gestartet, und über Sterzing nach Genua zum Fährhafen gefahren. Dort am 03. Januar auf die Fähre, und sind am 05. Januar in Tanger angekommen.
Von dort führte uns der Weg nach Asilah auf einen Campingplatz. Es ist kühl bei ca. 10°C, teilweise sonnig - passt. Bilder und weitere Infos folgen.
09.01.2026:
Inzwischen haben wir einiges erlebt, leider gibt es nicht oft ein ausreichend leistungsstarkes Internet, um diese Seite zu pflegen. Daher hier wieder ein paar Infos zu den letzten Tagen - Bilder folgen.
Von Asilah sind wir über Tétouan nach Chefchaouen, die "blaue Stadt" gefahren.
Wunderschöne Landschaften, inzwischen ständig blauer Himmel und Sonnenschein!
Die Polizeikontrollen zählen wir schon nicht mehr.
Generell sind wir sehr beeindruckt von diesem Land und den überall unglaublich freundlichen Leuten! Hier macht das Reisen wirklich Spaß!
In Chefchaouen gehen wir am Abend zum public viewing in die Médina: Viertelfinale beim Africa Cup of Nations. Marokko gegen Kamerun. Ein sehr schönes Erlebnis - nicht zuletzt auch, weil Marokko 2 : 0 gewonnen hat :-)
11.01.2026:
Weiter geht es über Meknes zu einer kleinen Farm: Ecoferme les Racines, geführt von Sophia und Hamid. Ein wunderschöner Ort. Sophia, die führt uns durch die Médina von Fes - die größte und älteste Médina der Welt! Das war unglaublich interessant, und auch sehr beeindruckend. Wir haben Eindrücke und Einblicke bekommen, die wir ohne Guide niemals erlebt hätten!
Auch das Abendessen bei den beiden in ihrem selbst gebauten Haus - phantastisch!
Nun fahren wir weiter - wieder ändert sich die Landschaft, und wir übernachten am Campingplatz Benyakoub, bevor wir für ein paar Tage die Zivilisation verlassen, und die ersten Offroad-Strecken fahren wollen.
14.01.2026:
So, inzwischen haben wir unser Fahrzeug auch im offenen Gelände getestet. Wir waren 2 Tage in den Bergen im Nomadenland unterwegs. Eine neue, sehr schöne Erfahrung. Überall Gegend - nichts - und doch immer wieder anders.
Übernachtet haben wir völlig alleine auf einem riesigen Bergplateau - allerdings bei nachts 2°C.
Wieder zurück in der Zivilisation machen wir Halt in Boudenib auf einem wunderschönen Campingplatz, wo wir für 2 Nächte bleiben.
Als wir hier in dem kleinen Ort einkaufen, stellen wir wieder fest - wie schon die gesamte Reise über: die Menschen hier sind alle unwahrscheinlich freundlich, man fühlt sich jederzeit absolut sicher!
Zurück auf dem Campingplatz legen wir die weitere Reiseroute fest.
Wir wollen in die Wüste, und schließlich über das Atlas-Gebirge an die Atlantikküste.
Es bleibt spannend!
18.01.2026:
Auf dem Campingplatz in Boudenib lernen wir die Orga-Crew der Ralley "The real way to Dakar" kennen. Coole Typen!
Wir fahren wieder in die Wüste, besichtigen die Kunstwerke des deutschen Künstlers Hansjörg Voth, und stellen fest, dass wir in der einzigen Gegend von Marokko unterwegs sind, die derzeit von Unwettern verschont ist.
Wir fahren weiter, lassen den berühmten Erg Chebbi buchstsäblich links liegen, wir wollen in den Erg Chegaga.
Auf schönen Pisten durch die Wüste erreichen wir Zagora. Dort schauen wir das Endspiel des Africa Cup of Nations an - ein Tuchhändler bietet uns Stühle in seinem Laden, damit wir das Spiel im Café nebenan mitschauen können :-)
Dann wird es kalt - Minusgrade und gefrorene Windschutzscheibe! Als Eiskratzer (den hatten wir nicht dabei) dient der Pfannenwender.
20.01.2026:
Wir fahren wieder in die Wüste, immer noch im Gebiet des Erg Chegaga. Wir passieren den ausgetrockneten Salzzee Lac Iriki, fahren eine Teilstrecke der ehemaligen Ralley Paris-Dakar nahe der Grenze zu Algerien, werden von Militärposten kontrolliert, und kommen - immer noch bei strahlendem Sonnenschein - in Foum Zguid an.
Die Weiterfahrt werden wir vom Wetter abhängig machen - an der Küste ist immer noch Regen angesagt, im Atlas-Gebirge schneit es.
29.01.2026 - Neues Update:
In Foum Zugid fahren wir einen Offroad-Rundkurs mit Blick auf einzigartige Felsformationen, Palmenoasen und weite Ebenen.
Weiter durch Sandstürme und Starkregen nach Assa, und von dort ins wunderschöne Draa-Tal. Eine sehr schöne Landschaft, die nur selten von Touristen besucht wird - es führen auch keine Straßen durch - nur Pisten, teilweise sehr steinig, aber unglaublich schön! 2 Tage dauert die Fahrt, wir steigen auf einen Hügel mit einem antiken Antennengrab, sehen Kamelherden, mit vielen Jungtieren, dann, wir kommen erst mal in einen Heuschrecken-Schwarm, sind wir in Tan-Tan.
Tja, und dann beginnt die Marokkanische Sahara (ehemals Westsahara). Zwar gibt es keine Grenze, doch es gibt auch sonst nichts, hier. So weit das Auge reicht nur Wüste, Steppe.
Tarfaya, die Stadt des kleinen Prinzen, und Laayoune sind die einzigen Städte, bis wir schließlich die Landzunge erreichen, und in Dakhla Halt machen.
Die weiße Düne besteigen und vor Mauretanien noch einmal gründlich alle Vorräte auffüllen.
Was uns dort erwartet, können wir nur erahnen - wir sind gespannt!
17.02.2026 - Mauretanien:
Ein faszinierendes Land - dreimal so groß wie Deutschland - größtenteils von Wüste bedeckt. Kein Urlaubsland, in dem Sinn - aber ein wunderschönes Reiseland für Wüstenliebhaber!
Nach dem Grenzübertritt (dafür brauchten wir einen Tag) bleiben wir in dem schönen Camp "Villa Marguela" in Nouadhibou, und knüpfen neue Kontakte zu anderen Overlandern.
Wir besuchen eine Kindertagesstätte der Hilfsorganisation AEPN und fahren dann die Offroad-Strecke an der Erzbergbahn entlang. Die längsten und schwersten Güterzüge der Welt fahren hier!
Auch steht dort der drittgrößte Monolith der Erde: Ben Amera. Bei Ben Aicha bestaunen wir Kunstwerke, und gelangen nach Atar.
Wunderschöne Strecken durch einsame Wüsten führen uns zu verborgenen Orten, wie Chinguetti mit seinen alten Bibliotheken, zu Kratern, Gueltas, in denen die seltenen Sahara-Krokodile leben, uvm.
Schließlich treibt uns der Sandsturm Harmattan aus der Wüste an die Küste in die Hauptstadt Nouakchott. Von dort geht es weiter in den Senegal.
24.02.2026:
Der Grenzübertritt in den Senegal war in knapp 2 Stunden erledigt. Allerdings muss das CdP (Carnet de Passage für das Auto) innerhalb von 2 Tagen in Dakar gestempelt werden - dafür nehmen wir einen Service in der Zebrabar in Anspruch.
Sofort fallen uns die vielen bunten Farben ins Auge - vieles sieht fröhlicher, grüner, lebendiger und lebensfreundlicher als noch in Mauretanien aus.
Die Zebrabar - ein nettes Camp, geführt von einem Schweizer Paar. Hier werden Kontakte geknüpft und gepflegt - dann geht es für uns erst mal ins Landesinnere - nur wenige Overlander nehmen diese Route.
Wir besuchen das streng muslimische Touba - ein Staat im Staat - mit der zweitgrößten Moschee in Nordafrika. Sehr beeindruckend.
Über viele kleine Dörfer mit bunten Märkten fahren wir zurück an die Atlantikküste.
Am Lac Rose, dem Endpunkt der legendären Rallye Paris-Dakar, machen wir kurz Halt, um schließlich weiter nach Dakar zu fahren.
Mal sehen, was uns hier noch alles erwartet.
11.03.2026:
Nachdem wir in Dakar unserem Auto einen kompletten Service in einer Toyota-Werkstatt, und auch eine gründliche Wäsche gegönnt haben, gönnen wir auch uns ein paar Tage in einem kleinen Hotel. Wir besuchen die Ile de Gorée, den Sangada-Markt, und fahren schließlich weiter Richtung Westen. Im Niokolo Nationalpark sehen wir viele bunte Vögel, Antilopen, Krokodile und (wenn auch nur in weiter Ferne) eine Löwin. Dann geht es nach Gambia. Wir passieren eine kleine Grenze ganz im Osten dieses kleinen Landes, und kommen so entlang des Gambia-Flusses langsam weiter Richtung Küste.
Bei einem Aufenthalt bei "Assan's paradise" in Janjanbureh lassen wir die Seele baumeln, fahren auf dem Fluss zu den Steinkreisen von Wassu, und sehen Schimpansen direkt vor uns in den Bäumen klettern und aus dem Fluss trinken. Nilpferde tauchen vor uns im Wasser auf - was für ein Erlebnis!
Die unzähligen Polizeikontrollen auf den Straßen passieren wir ganz entspannt, plaudernd und völlig ohne Probleme!
Überhaupt sind nach wie vor alle Begegnungen äußerst positiv.
Heute übernachten wir bei Steve im Roadside Café und Camping kurz vor Soma - hier gibt es WiFi, denn wir müssen uns nun um die weiteren Visa kümmern. Auch das gehört zum Reisen dazu.
22.03.2026
Das mit den Visa für Guinea hat erst bei einem späteren Anlauf geklappt, doch inzwischen haben wir sie.
In Gambia haben wir noch ein paar Tage bei David und Linda in der Footsteps Eco-Lodge verbracht.
Dort haben wir auch Monika Camara getroffen - eine der Begegnungen, die uns immer wieder staunen lassen - wir hätten das so nie planen können.
Das kleine Land Gambia hat uns unglaublich gut gefallen - ein Urlaubsparadies!
Weiter Richtung Süden lernen wir eine andere Seite des Senegal kennen - die Casamance. Wunderschöne Landschaften, sympatische Menschen, auch hier gefällt es uns.
Stephan's 60. Geburtstag verbringen wir direkt am Meer - ein traumhafter Strand!
Noch 2 Tage werden wir im Senegal bleiben, bevor wir weiterreisen nach Guinea-Bissau.
06.04.2026 - Ostermontag
Inzwischen waren wir in Guinea-Bissau und haben dort am Varela-Beach ein paar wunderschöne und erholsame Tage verbracht.
Trotz der miserablen Straßen in diesem Land machen wir noch einen Abstecher nach Campáta zu einem kleinen Wasserfall, bevor wir nach Guinea weiterreisen. Hier sind die Straßen noch schlechter - oft gar nicht vorhanden!
Die Landschaft verändert sich. Es wird bergiger und die Natur üppiger und grüner. Die Regenzeit rückt näher, und die Luftfeuchtigkeit steigt merklich an - das lässt die Pflanzen austreiben.
Von den vielen Wasserfällen hier in den Bergen besuchen wir u.a. die berühmten Kambadaga-Fälle, bevor wir weiterfahren in die Hauptstadt Conakry. Hier müssen wir zu einigen Botschaften, denn Kerstin hat bisher kein Visum für Cote d'Ivoire bekommen, und dann wollen wir auch noch die Visa für Nigeria, Ghana und eventuell noch fürr die beiden Kongos holen. Doch: heute ist Ostermontag, da haben alle Botschaften zu! Und wir dachten, dies ist ein muslimisches Land.... so nutzen wir die Zeit, und lassen unser Auto waschen, werden die Visa für Togo, Benin und Kamerun online beantragen, die weitere Route planen (das Nigeria-Visum gilt ab Ausstellung - und das ist - hoffentlich - morgen), und schreiben diesen Beitrag.
13.04.2026
Wir sind inzwischen im sogenannten Waldguinea angekommen.
In Conakry haben wir die Visa für Cote d'Ivoire, Nigeria, Togo und Benin (diese gingen problemlos online) erledigt. Kamerun stellt uns noch vor diverse Herausforderungen...
Raus aus der hektischen Stadt geht es weiter Richtung Westen, wir steuern die Route du Café an. Eine Offroad-Piste, die wir gerne ohne größere Regenfälle fahren möchten, was uns zum Glück gelingt - doch auch so ist diese Strecke eine Herausforderung!
In Macenta besuchen wir das Unternehmen MacentaBeans, wir wollen mehr über Kaffee aus Guinea erfahren und treffen Mamy, der uns viel Kaffee, aber auch über die Mentalität in diesem Land und die damit verbundenen Herausforderungen erklärt.
Schließlich fahren wir weiter - immer Richtung Südosten, Richtung Cote d'Ivoire, dem nächsten Land auf unserer Reise.
27.04.2026
Wir sind in Abidjan der größten Stadt Cote D´Ivoires - gönnen uns eine Airbnb-Unterkunft. Einmal wieder richtig duschen und Wäsche waschen, in einem richtigen Bett schlafen. Ungewohnter Luxus.
Cote d'Ivoire - ein wunderschönes Land! Wir fahren in den Dschungel, machen dort Wanderungen, teilweise bei strömendem Regen im Regenwald, sehen Schimpansen aus nächster Nähe, testen unser Auto (und ein bisschen auch unsere Nerven) auf Schlamm- und Wasserdurchfahrten, stehen tagelang an verschiedenen Traumstränden unter Palmen, und kommen schließlich nach Abidjan, um dort die weiteren Visa zu beantragen.
Wir haben länger überlegt, ob wir die mehr als 300 km entlang des Tai-Nationalparks fahren wollen - die Piste ist in schlechtem Zustand, sogar die meisten Einheimischen meiden diese. Doch letztlich sind wir diese doch gefahren, und die beiden Tage im Dschungel waren ein unvergessliches Erlebnis. Bei unserem Besuch des Nationalparks pirschen wir uns stundenlang zu Fuss durch dichtes Gestrüpp, kein Weg, keine Orientierung. Tata, unser Guide, hat nur einen Kompass zur Orientierung. Da die Schimpansen hier wild leben, und nicht gefüttert werden, müssen sie immer wieder gesucht werden, was ziemlich anstrengend ist. Doch es lohnt sich!
Ansonsten sind die Straßen in Cote d'Ivoire meist in recht gutem Zustand, wir kommen ganz gut voran. Überall sind Palmölplantagen, aber auch Kautschuk und Kakao.
Die Regenzeit rückt näher, immer öfter ist der Himmel bedeckt, ziehen Gewitter auf, und es ist schwül.
Entlang der Küste fahren wir nach Abidjan, dort wollen wir die Visa für Ghana, Kamerun, und die beiden Kongos bekommen - dann hätten wir bis Angola alle erforderlichen Visa beisammen. Ein zeitaufwändiges, und auch kostspieliges Unterfangen - zumal wir auch nicht an jedem Geldautomaten Geld abheben können .... warum auch immer.....
02.05.2026
Nachdem wir in Abidjan sämtliche noch erforderlichen Visa beantragt und bekommen haben, besuchen wir das kostenlose Musikfestival FEMUA und genießen den Auftritt von Youssou N'Dour von der Ehrentribüne aus, auf welche wir eigentlich mehr zufällig geraten sind - niemand hat uns aufgehalten, alle haben uns freundlich begrüßt.
Wir haben das Land Cote d'Ivoire, und insbesondere die Stadt Abidjan als schön, modern und sehr aufstrebend wahrgenommen.
Auf dem Weg nach Ghana fahren wir zunächst etwas weiter Richtung Norden.
Inzwischen fällt die Tagestemperatur kaum unter 30 Grad Celsius, und es ist oft sehr schwül.
23.05.2026
Kerstin lässt sich noch eine landestypische Frisur machen, dann reisen wir nach Ghana ein. Wir wollen nach Kumasi. Dort besuchen wir den Kejetia-Markt, einen der größten Märkte in Westafrika. Der haut selbst uns um, die wir inzwischen gerne die wuseligen Märkte besuchen. Dieser Großmarkt (auch eher als solcher gedacht, und weniger für den Endkunden) ist für uns dann doch extrem anstrengend. Am Kratersee Bosomtwe vorbei, wo wir auf einer Pferdefarm übernachten, geht es weiter an die Küste. Dort besuchen wir die Forts Elmina und Cape Cost - die schrecklichen Geschichten des Sklavenhandels machen uns sehr betroffen. Wir sprechen mit Einheimischen darüber, und erfahren, dass diese trotz der grausamen Geschichte keinerlei Probleme mit uns Weißen haben - sie sehen uns einfach als Menschen. Das Problem ist nicht die Hautfarbe....!
It is not a matter of colour oder race- it is a matter of humanity!
Wir besuchen ein paar der vielen Wasserfälle hier in der Gegend, so auch die bekannten Wli-Falls - mit die höchsten Wasserfälle Westafrikas, lernen die deutschen Lodgebesitzer Sabine und Bernhard kennen. Auch den Farmer Helmut lernen wir kennen. und dürfen bei ihm übernachten. Einen Deutschen, früher Overlander wie wir, der die Westafrikaroute vielmals befahren hat und der in Ghana seit über 20 Jahren eine Ananas- und Papaya-Farm betreibt, und lernen dieses Land lieben.
Wir bleiben in den Bergen und reisen nach Togo ein. Es wird wieder französisch gesprochen - die Straßen sind wesentlich schlechter - die Menschen sind bei weitem nicht so aufgeschlossen und eher reserviert. Wir finden nicht den rechten Zugang zu diesem Land, obwohl die Landschaft in den Bergen wunderschön ist, die Temperaturen angenehm. Vielleicht auch, weil wir letztlich nur 3 Tage dort waren.
Benin - da wollten wir unbedingt hin! Und hier fühlen wir uns sofort pudelwohl. Die Menschen lachen viel, grüßen freundlich, wir dürfen ein wenig über Voodoo erfahren, ein wunderschönes Land.
Doch inzwischen erreichen uns die Nachrichten, dass im Nordosten der Demokratischen Republik Kongo Ebola ausgebrochen ist. Auch Uganda verzeichnet schon Fälle von Infizierten. Wenn wir wie geplant weiterreisen, müssen wir unweigerlich durch die DRC reisen. Was tun? Wenn die Zahlen der Infizierten weiter steigen (was sehr wahrscheinlich ist), könnte es sein, dass Grenzen geschlossen werden, und wir irgendwo feststecken. Die kommenden Länder sind: Nigeria, Kamerun, Republik Kongo, Demokratische Republik Kongo, Angola. Wenn wir bis Angola kommen, ist alles gut, aber vorher möchten wir in keinem der Länder stranden. Auch nicht in der Republik Kongo - denn von dort gäbe es kein Weiterkommen.... Also: was tun? Wir sind gerade dabei zu prüfen, ob wir das Auto vom Benin nach Namibia verschiffen können. Es bleibt spannend.....
07.06.2026
Wir hatten hier im Benin in Cotonou einen Agenten gefunden, der sich um die Verschiffung unseres Fahrzeugs nach Namibia kümmern wollte. Die Abwicklung mit Zoll etc. sollte in etwa eine Woche dauern, doch uns gefällt es in diesem Land ausgesprochen gut, wir genießen die Zeit sehr, lernen viele nette Leute kennen, und schauen uns noch einiges an. Wir fahren mit dem Boot auf dem Riviere Noir in die dortigen Dörfer, und besuchen kleine Handwerksbetriebe, wir werden auf die Polizeistation von Porto Novo geführt, weil wir unsere Papiere versehentlich in unserer Unterkunft vergessen hatten - freunden uns dort mit dem Monsieur le Commisaire an, der uns seine Unterstützung anbietet, wir machen eine weitere Bootsfahrt zu Mangrovenwäldern und sehen die Brandung, wo der Fluss Mono ins Meer fließt, Kerstin lässt sich neue Kleider nähen - der Benin ist wunderschön!
Leider hat sich unser Agent mit der Verschiffung unseres Autos etwas übernommen, er kennt offensichtlich die Vorgänge nicht wirklich, so dass wir schließlich vom Vertrag zurücktreten, und in harten Verhandlungen unser Geld zurückfordern. Dies gelingt uns jedoch nur mit Hilfe sehr freundlicher Einheimischer, die wir rein zufällig kennengelernt hatten, die gut englisch sprechen, und uns ohne zu zögern unterstützen.
Stand heute ist: wir wissen tatsächlich noch nicht, ob wir das Fahrzeug nun doch verschiffen, oder wie ursprünglich vorgesehen, auf dem Landweg weiterfahren.
Es bleibt spannend.