Africa 2026

Part 3: The Gambia 

Part 3 Gambia? Warum kommt in unseren Reiseberichten nach Mauretanien Gambia? (Offiziell heißt es übrigens The Gambia) 

Wir haben gestern Gambia nach 11 wunderschönen Tagen auf dem Weg nach Süden wieder verlassen und sind jetzt wieder im Senegal. 

Gambia spiegelt die Irrungen und Wirrungen der Kolonialzeit wider. Entlang des Gambiarivers haben sich die Briten eine Kolonie und nicht nur den Sklavennachschub gesichert. Seit 1965 ist Gambia aber unabhängig und ist außer der Westküste komplett von Senegal umgeben. 

Gambia ist das kleinste afrikanische Land mit knapp 3 Mio Einwohnern. Wer möchte kann Gambia innerhalb eines Tages bei flotter Fahrweise nahezu umrunden. Viele Overlander durchqueren Gambia auch nur von Nord nach Süd oder umgekehrt, was innerhalb von wenigen Stunden problemlos möglich ist.

Das ist aber ausgesprochen schade.

Wer Gambia sehen will, muss von den Hauptstrecken abbiegen. Es gibt aber auch hier keine 4x4 Abenteuer, die Straßen und Pisten sind gut ausgebaut.

Da sich das ganze Land links und rechts am Fluss entlang zieht, gibt es hier eine herrliche Tier-und Pflanzenwelt die wir entdecken durften

Wir haben versucht uns Zeit zu lassen, die Begegnungen mit den Menschen kamen dann schnell von selbst. Und die Menschen waren  unwahrscheinlich aufgeschlossen, wenn sie merkten dass Gambia mehr als ein Transitland für jemanden ist. 

Eine Begrüßung unter Fremden erfordert mindestens:

Beiderseitige Frage nach Befinden, Namen, Herkunft, Reiseziel und ggfs. Austausch von Telefonnummern 

Auch bei  Polizeikontrollen übrigens nicht unüblich. 

Was wie ein übertriebenes Filmszenario klingt,  ist nichts anderes als eine wunderbare Art anderen Menschen das gute Gefühl zu geben, willkommen zu sein. 

Irgendjemand hat uns erzählt, dass Gambia das Jamaica Africas ist. 

Wir haben viele Locals darauf angesprochen, keiner hat widersprochen.

Aber auch die  Lebensgeschichten, Erwartungen, Hoffnungen, Pläne von Locals aber auch eingewanderten Europäern haben uns fasziniert und berührt. Unwahrscheinlich wieviel Energie auch in kleinsten Projekten steckt.

Wie gern würden wir in einigen Jahren wiederkommen, um zu sehen was daraus geworden ist.

Obwohl 20% der Einwohner unter der Armutsgrenze leben, viele Menschen sehr hart arbeiten müssen und die Tourismussaison nicht gut lief, waren die Menschen die wir getroffen haben, voller Zuversicht und positiver Stimmung. 

Aber auch in Gambia gibt es noch andere Probleme. Auf Nachfrage war auch die Unzufriedenheit mit der Politik immer wieder ein Thema, doch niemals das alleinig beherrschende. 

Die Grundstimmung haben wir allgemein als unwahrscheinlich lebensfroh und hilfsbereit empfunden.

Allrad, Untersetzung oder Seilwinde im Bushcamper benötigten wir in der letzten Zeit nicht.

Aber: Ey Man, The Gambia ist cool.

Und auch in Gambia durften wir für uns persönlich und unsere Sichtweise auf Dinge viel mitnehmen.

Den Ausruf „Toubab“ (Weisser Fremder) den die Kinder uns begeistert zuriefen sobald sie uns sahen, werden wir vermutlich vermissen. 

Wir sind jetzt im südlichen Teil Senegals, der Casamance, angelangt.

Bevor es in wenigen Tagen zum Step 5 nach Guinea-Bissau weitergeht, gibt es dann in wenigen Tagen noch den Step 4 Bericht über unsern persönlichen Eindruck vom Senegal.